Alle Artikel mit dem Schlagwort “Kultur

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Wanaka

Wanaka, Landstraße, später Abend. Ich sitze auf dem Rücksitz eines Trucks, vor mir zwei bewaffnete Männer. Ok, genau genommen ist nur einer bewaffnet, und das auch nicht im Moment, denn die beiden Gewehre liegen irgendwo hinter mir im Kofferraum. Ich bin auf dem Weg zur Kaninchenjagd, mit R., dem Bekannten eines Bekannten und L., seinem Fahrer. Meine Aufgabe wird es sein, die Tore zu öffnen und zu schließen, die die verschiedenen Weiden der Farm voneinander trennen, auf der die beiden die Kaninchenplage bekämpfen. Neuseeland hat sich früh von Gondwana getrennt, darum gibt es keine einheimischen Landsäugetiere. Viele der von den Einwanderern mitgebrachten haben sich schnell zu Plagen entwickelt, die die… Weiterlesen

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Christchurch – Akaroa

Nach einem laaangen Flug von Hongkong nach Bangkok nach Sydney nach Christchurch bin ich nun also in Neuseeland. Grün – Platz – Sauerstoff; das sind die ersten Begriffe, die nach Hongkong den Wechsel beschreiben. Wobei das mit dem „grün“ relativ ist, nach einer langen Trockenzeit sind die Hügel eigentlich mehr rostrot-sandfarben… Ein erster Rundgang durch Christchurch macht klar, wie groß die Schäden der Erdbeben von 2010/2011 gewesen sein müssen: 4 Jahre später immernoch Schotterflächen, Baukräne, Container als temporäre Bauten überall. Das Stadtzentrum ist um 21:00 fast menschenleer. Am Ende lande ich in einem Irish Pub, leiste mir ein Abendessen „auswärts“, freue mich an der Musik, den Tänzern und der netten… Weiterlesen

HK-Highway-Hinfahrt
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Hongkong

Abflug Bangkok: 34 °C – Ankunft Hongkong 16 °C. Ich wußte, daß es hier kälter werden würde, aber wie „kalt“ sich diese Temperatursturz anfühlt, konnte ich mir nicht vorstellen. Die ersten Tage bibbere ich vor mich hin, draussen ist es diesig-nebelig-nieselig, und von den Hauptsehenswürdigkeiten (Aussicht vom Peak – Ansicht der Skyline von Kowloon) entsprechend nicht viel zu sehen. Leider bleibt das den Rest der Woche so, auch wenn die Temperaturen auf freundliche 22 °C klettern. Vom chinesischen Neujahr ist in der Stadt gar nicht soo viel zu bemerken, ich hatte nach den Dekorationen in den Chinatowns von Singapur und Bangkok mit größerem Ausnahmezustand gerechnet. Parade und Feuerwerk habe ich… Weiterlesen

BKK Bluesbar - Pict by Kevin Prime
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Last Night in Bangkok

Naja, eigentlich waren es ja die letzten beiden Nächte (und Tage), die ich nach Singapur und vor Hongkong nochmals in Bangkok verbracht und genossen habe. Hach, so schönes lebendiges Chaos 😉 ! Um nicht am Ende noch eine Attraktion ausgelassen zu haben, bin ich für einen letzten Rundblick auf den „Golden Mound“. Dort habe ich Kevin getroffen, und zusammen sind wir auf eine spontane abendliche „all-star“-Runde aufgebrochen, mit leckerem Thai-Food, Einkehr im „Winehouse + Movies“ und dem von mir seit Tagen geplantem Abschluss in der Bluesbar mit Live-Musik an der Samsen Rd. Die Bilder dazu sind von ihm – und ich muß in Hongkong unbedingt nach diesem Objektiv schauen! Der… Weiterlesen

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Jim Thompson House

Fast wär ich gar nicht hingegangen: Ein Haus. Von einem mit Seide handelnden Amerikaner. Muß man nicht unbedingt gesehen haben, oder? Ja doch, man muß! Das Haus ist kein Einzelhaus, sondern ein Komplex, den Jim Thompson 1959 aus sechs einzelnen traditionellen Thai-Häusern nach seinen eigenen Plänen zusammenbauen und erweitern ließ. Er hat so ein schönes Ensemble aus traditionellen Thai-Formen und großzügigen modernen Raumsequenzen geschaffen – in den traditionellen Holzhäusern ist die Unterteilung in Einzelzimmer innerhalb eines Hauses nicht üblich. Die Gebäude sind aufgeständert, das Erdgeschoss weitgehend offen zu Garten, Hof und Khlong. Die Verbindungen zwischen den Original-Gebäuden bilden nach Thompsons Plänen kleine Kabinette und Flure. Der Haupteingang führt ganz traditionell… Weiterlesen

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Zoobesuch

Nach einem Bummel durch wieder ein anderes Stadtgebiet, diesmal entlang einer der Khlongs am Rand der Innenstadt, bin ich spontan in den Zoo gegangen. Der war irgendwie grad da, und überhaupt, ist ja auch eine Art „Wohnform“. In diesem Fall allerdings recht traurig. Der Zoo wurde 1938 errichtet und wirkt, als sei seit damals nichts mehr grundlegend verändert worden. Sprich, die Gehege sind klein und dicht vergittert, häufig karg, Rückzugsmöglickeiten werden z.T. angeboten, aber viel zu tun haben die Bewohner nicht. Entsprechend fanden wir die meisten schlafend, dösend oder vor sich hin starrend. Viele haben kahle Stellen im Fell oder Narben, manche auch frische Wunden. Die Erkenntnisse zu Gehegegrößen und… Weiterlesen

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Bangkok by Bike

Gestern habe ich mich dazu hinreißen lassen, eine geführte Radtour zu machen. Geführt, da der Veranstalter versprach, auch durch „Communities“, d.h. Nachbarschaften zu fahren, in die man allein nie reingehen würde. Das würde ich so nicht unterschreiben (ich scheine da eine andere Hemmschwelle zu haben als andere), aber da ich der einzige Teilnehmer war und damit praktisch 4 h lang meine private Stadt-Tour bekam, hat sich’s doch gelohnt. Game, mein Guide (wie ist die weibliche Form von Guide?!) hat uns in Gemütsruhe ca. 15 km durch verwinkelte Gässchen, über 8-spurige Stadtstraßen, durch Baustellen und über den Fluß geführt und sich dabei von mir Löcher in den Bauch fragen lassen. Über… Weiterlesen

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Wat Arun

Nein, ich habe Euch nicht vergessen, ich komme nur irgendwie mit dem „Sehen und Erleben“ und dann der „Verwertung“ hier im Blog nicht mehr richtig hinterher! Zuerst also ein Nachtrag zu gestern, als ich pünktlich zur Mittagshitze Wat Arun besucht habe, inkl. Besteigung des zentralen großen Prang: Schöner Ort, ganz schlechtes timing! Kein Schatten weit und breit, dafür ein sehr sehr steiler Aufstieg (Stufen ca. Knie hoch – auf dem „flachen“ Stück!). Oben dafür ein toller Ausblick über die Stadt und „Tiefblick“ auf die noch unten Wartenden :-). Auch hier gab es natürlich Buddha-Statuen und Besucherschlangen, beides aber weniger beeindruckend als im Wat Pho: Statt Gold schmücken hier Putz, Holzschnitzereien… Weiterlesen

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Goldrausch in Tempel und Palast

Nachdem ich gestern meine Zeit in den Tempeln des schnöden Mammon verbracht habe, gab’s heute zum Ausgleich was für Geist, Moral und soziale Ordnung: Wat Pho, eine buddhistische Tempelanlage aus dem 16.Jh liegt direkt südlich des Königspalastes aus dem 18. Jh in Rattanakosin, dem ältesten Teil des heutigen Bangkok am östlichen Flußufer. Dieser erbauliche Plan endete im größten Goldrausch, den ich bisher erleben durfte! Der liegende Buddha glänzt in seiner vollen Länge von 15 m, im Palast sind gleich ganze Gebäude goldbedeckt (oder erscheinen zumindest so). Es funkelt und glitzert und blendet von jedem Dach!                   Buddha und Wachpersonal  lassen sich von den schwitzenden Besuchermassen nicht beeindrucken – der eine aus Gelassenheit,… Weiterlesen