Alle Artikel mit dem Schlagwort “Kultur

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Maracana

Am letzten Tag hab ich mir dann nochmals ein brasilianisches Highlight gegönnt: Endspiel im Maracana! Leider nicht WM, sondern „nur“ State-Championship, d.h. Botafogo vs. Vasco da Gamma, zwei lokale Clubs (Endstand 1:2 nachdem Vasco schon das Hinspiel 1:0 gewonnen hatte). Aber wie erwartet wurde es laut, und das ziemlich lang: Als wir ankamen, ca. eine halbe Stunde vor Anpfiff, waren die Fanblocks schon drin und haben gesungen. Und gesungen. Durch die erste Halbzeit, die Pause, die zweite Halbzeit, den Siegesjubel, die Siegerehrung, und als wir wieder raus sind, ca. 45 Minuten nach dem Spiel, sangen sie drinnen immer noch und draussen wurde zusätzlich noch getanzt… Hut ab vor so viel… Weiterlesen

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Favelas – die andere Stadt

Ein geführter Spaziergang durch die Favelas (oder Communidades, wie sie die Bewohner nennen) Cantagallo und Pavao/Pavaozinho bringt vielleicht keine Nähe, aber doch etwas mehr Einblick in die Realität der Siedlungen auf den Hügeln. I., unsere Guide, ist Deutsche, lebt seit 12 Jahren in Rio, seit 3 Jahren in Cantagallo und berichtet aus eigener Erfahrung vom Leben auf dem „Morro“. Ausserdem macht sie schnell klar, was und wo fotografiert werden darf, und was bzw. wer eben auch nicht. In Rio de Janeiro liegen die über 600 Favelas anders als in anderen Städten nicht ausserhalb der entwickelten Stadt, sondern meist an den steilen Hängen der vielen „Morros“ in direkter Nachbarschaft der reicheren… Weiterlesen

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Rio

„La cidade maravilhosa“, die wunderbare Stadt – was so heißt, weckt Erwartungen! Und wirklich, der Blick von oben auf die Stadt, die Hügel, die Strände – der ist wunderschön. Aus der Ferne. Aus der Nähe blättert der Lack doch beträchtlich, neben den erhaltenen schönen Bauten aus Kolonialzeit und Moderne gibt es auch viele, die verfallen; von den lieblosen und global austauschbaren Zweckbauten und Shopping-Malls der letzten Jahrzehnte mal abgesehen. Statt reiner Schönheit also wie erwartet vor allem Gegensätze: Ein geschäftiges Zentrum, das 30 Minuten nach Ladenschluß menschenleer und zur Hochrisiko-Zone wird. Hochwertige Boutiquen und kleine Kramläden, nur durch einen Straßenzug getrennt. Angestellte aus klimatisierten Büros kaufen bei fliegenden Händlern und… Weiterlesen

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Melbourne Street Art

Bei allen meinen Spaziergängen, vor allem natürlich in „meinen“ Vierteln Collingwood und Fitzroy sind mir die vielen und unterschiedlichen, phantasievollen Graffitis aufgefallen – hier eine kleine Auswahl. Damit ist der Australisch-Ozeanische Teil meiner Reise auch schon vorbei – jetzt schon?! Es bleibt dabei, wo immer ich bin – ich habe zu wenig Zeit! Zu viel zu sehen, zu erleben, zu verstehen – manches dann auch erst im Rücklick. Nach einer kleinen Erholngspause geht es als nächstes nach Rio de Janeiro – ich bin gespannt auf die neuen Lektionen, die Südamerika für mich bereit hält, und die neuen Erkenntnisse, die es mir bescheren wird!

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Melbourne

– war da was? Melbourne, die kleine, „europäische“ Schwester, die sich gegen Sydney behauptet durch ihren Ruf, Kultur- und Kaffee-Hauptstadt Australiens zu sein. Und regelmäßig unter die Top-Ten der lebenswertesten Städte der Welt gewählt wird. Tatsächlich erschließt sich mir erst im Rückblick, wie es zu dieser Platzierung kommen kann – während meines Aufenthaltes ist mir wenig soo bemerkenswert lebenswertes aufgefallen. Tatsächlich sind die Alleyways in der City nett, mit ihren Cafés, Restaurants und Boutiquen neben den üblichen Nobel-Läden und Ketten. Zum Shoppen würde ich Melbourne Sydney sicherlich vorziehen! Der Rest der Stadt wird von den Lokals in das „echte“, d.h. hipp-heruntergekommene Melbourne nördlich und westlich des Yarra und das „uncoole“,… Weiterlesen

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Jenolan Caves

Die Jenolan Caves, ca. 19 km westlich von Katoomba, sind das älteste bekannte offene Höhlensystem der Welt – und daher mein nächstes Ausflugsziel. Die Höhlen sind beeindruckend, v.a. auch beeindruckend groß – die von mir besuchten bis zu 30 m hoch! Entstanden vor ca. 340 Mio. Jahren wurden sie in den 1840er Jahren entdeckt und gegen Ende des 19Jh. für Besucher erschlossen – selbst elektrische Beleuchtung einiger Höhlen begann schon 1880! Später wurde der Zugang weiter und nicht immer schonend ausgebaut, bis in den 1980er Jahren eine Sanierung und Reinigung nötig wurde. Heute sind Besucherzahlen und v.a. die Luftzufuhr reguliert – was das Erlebnis nicht schmälert! Es gibt neben den… Weiterlesen

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Beach, Baby!

Hach ja – Großstadt am Strand: Hat was. Ich hab mich ja am Anfang wie immer nach dem Ortswechsel ein bisschen schwer getan mit der neuen Umgebung; nach der Weite in Neuseeland plötzlich wieder Stadt, Menschen, Verkehr, Gebäude. Und dann: Strand. Blaue Weite, Wellenrhythmus, Wind. Menschen, große und kleine, stehen, schauen, spielen, staunen das Blau an, das große, weite, bewegte Blau, das den Horizont bildet und direkt an die Gebäude und den Verkehr und die Häuser heranschwappt. Hier ist das Meer nicht so sehr Teil einer Landschaft, wie z.B. im Abel Tasman NP, sondern ein direktes Gegenüber, eine dynamische, lebende Ergänzung der Stadt. Das überwiegend gute Wetter tut ein übriges,… Weiterlesen

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Marlborough Sounds

Vom Nordwesten geht es an den Nordosten, die Marlborough Sounds. Erstens, weil hier Picton liegt, von wo aus ich in ein paar Tagen die Fähre auf die Nordinsel nehme. Aber außerdem, weil ich eine Einladung von G., einem weiteren Bekannten von Ch, I, und R. bekommen habe: Ich darf ihn auf einer Cruise durch den Queen Charlotte Sound begleiten. Nach einer ein bisschen nervenaufreibenden Fahrt von Motueka nach Picton über unglaublich gewundene Küstensträßchen (inkl. Tramper 3, 4 + 5, die alle verschiedene Wegstrecken mitfahren) bin ich tatsächlich rechtzeitig an der Marina. G. gibt mir eine kurze Einführung in die Sicherheit an Bord und los geht’s mit der „Lady Karen“ raus… Weiterlesen

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Westküste

Wasser – das ist das bestimmende Element an der Westküste! Ganz anders als im Inland um Wanaka hat sich hier durch den regelmäßig und ergiebig fallenden Regen ein Regenwald entwickelt – eine phantastische Vegetation begleitet mich über die nächsten Tage. Ausserdem wild umtoste Küstenfelsen, eine Regenfront, die für Überflutungen, Hangrutsche und daraufhin gesperrte Straßen sorgt und immer wieder unglaubliche dramatische Himmelsbilder mit Wolken in allen Formationen und tollem Licht. Meine Route führt von Hast aus noch am gleichen Tag weiter bis St. Joseph, wo ich eigentlich den Gletscher anschauen wollte. Im allerletzten Tageslicht (oder besser, in der Dämmerung) schaffe ich es vor dem angekündigten Regen noch an seinen Fuß und… Weiterlesen