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Great Ocean Road

Von Port Fairy geht es nach einem morgendlichen Strandpaziergang auf die B100, in diesem Abschnitt besser bekannt als Great Ocean Road. Ich mache mich erwartungsvoll auf den Weg, und fahre zuerst mal Richtung Inland! Nach ca. 45 Min. kommt der erste Hinweis auf einen Ausguck – ab hier wird die Fahrt langsam, ca. alle 500m gibt es einen Parkplatz/Ausguck/Abzweig, die meisten mit einem kleinen oder größeren Rundweg – und fast alle mit tatsächlich grandioser Aussicht!
Heute macht sich auch das Osterwochenende bemerkbar – ein Haufen Leute sind unterwegs, die meisten „Touristen im eigenen Land“, garnicht soo viele internationale Reisende, dafür viele Migranten.
Am Nachmittag erreiche ich nach vielen anderen Stationen die berühmten Twelve Apostels und mir fällt die Kinnlade runter: Stau schon bei der Einfahrt zum (riesigen) Parkplatz, Stau auf den Fußwegen, Anstehen zum Fotos-machen – ich komme mir vor wie in Hongkong! Der Ort wäre sonst sicher schön…
Nach Übernachtung in Apollo Bay inkl. abendlichem Strandbesuch, nettem Gespräch mit einem Paar aus Melbourne und ungestörter Mondfinsternis geht es weiter auf den letzten Abschnitt der GOR. Ab Apollo Bay werden die Felsen weniger, dafür verläuft die Straße in unzähligen engen Windungen direkt in den Küstenfelsen und bietet quasi die ganze Zeit tolle Aussicht. Vor allem für den in diesem Fall nicht vorhandenen Beifahrer.
Mit einigen Pausen und einem Abstecher zum nochmals „Koalas-im-Wald-gucken“ komme ich am späten Nachmittag in Angelsea an; da wollte ich zwar garnicht bleiben, aber nirgends sonst war ein Zimmer zu bekommen. Ich will eigentlich gleich weiter zum Bells Beach, wo gerade der Rip Curls Pro – Surf Wettbewerb stattfindet, aber die haben leider mangels guter Wellen für heute Schluss gemacht. Dann also statt der Profis lokale Amateure schauen gehen – und wieder mal einen Strandspaziergang machen… ehrlich, an die Nähe zum Wasser kann ich mich gewöhnen!
Am Montagmorgen geht es schon früh zurück auf die Straße und auf schnellstem Weg zum Flughafen Melbourne, meiner Rückgabestation für den Leihwagen. Damit sind meine vier Tage on the road auch schon wieder vorbei, ab jetzt bleibe ich in Melbourne und bin gespannt auf die angeblich „europäischste“ Stadt Australiens!

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