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Nordinsel – vulkanisches Herz

Auf der Nordinsel angekommen mache ich erst mal eine Spaziergang durch Wellington und suche wiedermal einen Adapter (meinen habe ich im Hostel in Portage liegen gelassen – wie häufig, wenn es mir irgendwo gut gefällt)… Der dauert länger als gedacht, genau wie die anschließende Fahrt, immer knapp vor dem heranziehenden Unwetter und mit prima Blick auf die Regenfahnen der Wolken… Kurz vor Rezeptionsschluß erreiche ich die Unterkunft in National Park und kann mich nach einem Blick auf den Wetterbericht für morgen noch in die Liste für das Tongariro Crossing eintragen, eine Tageswanderung über einen aktiven Vulkan.
Um 7:15 geht der Shuttle-Bus, um 8:00 laufen wir los – so ganz „allein“ bin ich diesmal nicht, ausser unserem stehen noch ca. 8 weitere Busse hier und laden ihre Passagiere aus. Aber der Vulkan ist groß und die Gehgeschwindigkeiten unterschiedlich, so verläuft sich die Menge schon auf den ersten Kilometern. Auch meine Begleitung, M. aus der Schweiz, beschließt nach dem ersten Anstieg, nicht bis auf den Gipfel-Abstecher mitzugehen, und so setze ich den Rest der Runde doch wieder allein fort.
Die Sicht auf die Krater-Runde ist beeindruckend, ganz besonders aber ist der Blick in den Kraterteil, in dem eine Gesteinstasche aufgeplatzt erkaltet ist! Das Gestein rundherum ist warm, überall liegen Lavabrocken, Mineralien färben Boden und Steine und Dampf-Rauch-Schwaden treten mit fauligem Geruch aus dem Gestein – es ist eine ganz besondere Landschaft.
Am nächsten Tag ergänze ich die vulkanistische Runde und besuche das Kraterfeld bei Waiotapu. Auch hier empfangen mich farbige Seen und ein „Champagne Pool“, der zwar genauso hübsch blubbert, aber definitiv nicht genauso gut riecht: Schwefeldämpfe steigen auch hier aus allen Ritzen und machen den Besuch zu einer Übung in Selbstbeherrschung!

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