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Abel Tasman

Nach dem regenreichen Ausflug an die regenreiche Westküste (insofern waren meine Erfahrungen durchaus landschaftstypisch!) gönne ich mir einen Ausflug im sonnigen Norden der Südinsel und bleibe für einen Tag am Südende des Abel Tasman National Park, in Motueka. Da die Zeit zu knapp für eine Wanderung und das Wetter so schön ist, buche ich eine (teure!) geführte Kajak-Tour – und bin begeistert: ein ganzer Tag Wasser, Sonne, draussen sein! Ausserdem Robben, Pelikane, Möwen und anderes gefiedertes Getier, das ich leider nicht bestimmen kann. Delfine sehen wir leider keine.
In Zweier-Teams werden wir auf die Boote verteilt – ich verbringe den Tag also hauptsächlich mit M. aus London. Das mit dem Paddeln bekommen wir recht schnell hin, aber da die See-Kajaks ein Ruder haben, das über Pedalen im hinteren Fußraum bedient wird, muß ich mich anfangs sehr konzentrieren! Zusammen mit Wellen, Bach- und Meeresströmungen und Mündungs-Untiefen (=Sandbänken) wird uns das noch ein paarmal heute beschäftigen… 😉
Wir bewegen uns immer entlang der Küste, mit grünen Hügeln und Felsformationen auf der einen, Meer und weiter Sicht auf der anderen Seite. Der Perspektivwechsel vom Land zum Wasser ist beeindruckend: Plötzlich wird die Küste zu einem 2D-Element, einer vorbeiziehenden Leinwand – unzugänglich, ausser an den Bachmündungen, von der immer gleich bleibenden Augenhöhe knapp über dem Wasserspiegel aus gesehen. Sehr spannend!
Mittags machen wir auf einem wunderschönen großen Strand Pause und Picknick (es gibt sogar frischen Kaffee und Kuchen); wer will, geht baden. Hamish, unser Guide, erzählt von der Einrichtung des „National Marine Reserve“, in dem wir uns bewegen, von den geschützten und bedrohten Arten (Fauna und Flora), vom Kajak-Fahren und anderen Dingen, die man hier machen kann (Canyoning! Abseilen! Paragliden!)… Ich beschließe wieder einmal, a) wiederzukommen und b) mehr Zeit mitzubringen!

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