Archiv des Monats “März 2015

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Beach, Baby!

Hach ja – Großstadt am Strand: Hat was. Ich hab mich ja am Anfang wie immer nach dem Ortswechsel ein bisschen schwer getan mit der neuen Umgebung; nach der Weite in Neuseeland plötzlich wieder Stadt, Menschen, Verkehr, Gebäude. Und dann: Strand. Blaue Weite, Wellenrhythmus, Wind. Menschen, große und kleine, stehen, schauen, spielen, staunen das Blau an, das große, weite, bewegte Blau, das den Horizont bildet und direkt an die Gebäude und den Verkehr und die Häuser heranschwappt. Hier ist das Meer nicht so sehr Teil einer Landschaft, wie z.B. im Abel Tasman NP, sondern ein direktes Gegenüber, eine dynamische, lebende Ergänzung der Stadt. Das überwiegend gute Wetter tut ein übriges,… Weiterlesen

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Sydney – Harbourbridge und Opernhaus

Sydney = Oper + Brücke + x?! Nicht ganz, aber das Opernhaus ist schon ganz aussergewöhnlich anziehend, foto-technisch. Der damals 38-jährige Jørn Utzon (1918-2008) hat’s entworfen und sich damit 1957 gegen 232 andere Beiträge in einem internationalen Wettbewerb durchgesetzt. Auch dank Eero Saarinen, dem Jury-Vorsitzenden, der darauf bestanden hatte, auch die schon aussortierten Beiträge nochmals zu sehen – und dann für den skizzierten Entwurf gekämpft hat. Tatsächlich wußte zum Zeitpunkt des Wettbewerbs noch niemand, ob man das skizzierte Gebäude mit den Betonschalen überhaupt bauen kann, geschweige denn wie genau. Trotzdem bekam er den Auftrag (und Unterstützung vom Ingenieur Ove Arup). Bauherren mit solchem Mut wünscht man sich doch! Veranschlagt waren… Weiterlesen

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Nordinsel – vulkanisches Herz

Auf der Nordinsel angekommen mache ich erst mal eine Spaziergang durch Wellington und suche wiedermal einen Adapter (meinen habe ich im Hostel in Portage liegen gelassen – wie häufig, wenn es mir irgendwo gut gefällt)… Der dauert länger als gedacht, genau wie die anschließende Fahrt, immer knapp vor dem heranziehenden Unwetter und mit prima Blick auf die Regenfahnen der Wolken… Kurz vor Rezeptionsschluß erreiche ich die Unterkunft in National Park und kann mich nach einem Blick auf den Wetterbericht für morgen noch in die Liste für das Tongariro Crossing eintragen, eine Tageswanderung über einen aktiven Vulkan. Um 7:15 geht der Shuttle-Bus, um 8:00 laufen wir los – so ganz „allein“… Weiterlesen

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Marlborough Sounds

Vom Nordwesten geht es an den Nordosten, die Marlborough Sounds. Erstens, weil hier Picton liegt, von wo aus ich in ein paar Tagen die Fähre auf die Nordinsel nehme. Aber außerdem, weil ich eine Einladung von G., einem weiteren Bekannten von Ch, I, und R. bekommen habe: Ich darf ihn auf einer Cruise durch den Queen Charlotte Sound begleiten. Nach einer ein bisschen nervenaufreibenden Fahrt von Motueka nach Picton über unglaublich gewundene Küstensträßchen (inkl. Tramper 3, 4 + 5, die alle verschiedene Wegstrecken mitfahren) bin ich tatsächlich rechtzeitig an der Marina. G. gibt mir eine kurze Einführung in die Sicherheit an Bord und los geht’s mit der „Lady Karen“ raus… Weiterlesen

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Abel Tasman

Nach dem regenreichen Ausflug an die regenreiche Westküste (insofern waren meine Erfahrungen durchaus landschaftstypisch!) gönne ich mir einen Ausflug im sonnigen Norden der Südinsel und bleibe für einen Tag am Südende des Abel Tasman National Park, in Motueka. Da die Zeit zu knapp für eine Wanderung und das Wetter so schön ist, buche ich eine (teure!) geführte Kajak-Tour – und bin begeistert: ein ganzer Tag Wasser, Sonne, draussen sein! Ausserdem Robben, Pelikane, Möwen und anderes gefiedertes Getier, das ich leider nicht bestimmen kann. Delfine sehen wir leider keine. In Zweier-Teams werden wir auf die Boote verteilt – ich verbringe den Tag also hauptsächlich mit M. aus London. Das mit dem… Weiterlesen

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Westküste

Wasser – das ist das bestimmende Element an der Westküste! Ganz anders als im Inland um Wanaka hat sich hier durch den regelmäßig und ergiebig fallenden Regen ein Regenwald entwickelt – eine phantastische Vegetation begleitet mich über die nächsten Tage. Ausserdem wild umtoste Küstenfelsen, eine Regenfront, die für Überflutungen, Hangrutsche und daraufhin gesperrte Straßen sorgt und immer wieder unglaubliche dramatische Himmelsbilder mit Wolken in allen Formationen und tollem Licht. Meine Route führt von Hast aus noch am gleichen Tag weiter bis St. Joseph, wo ich eigentlich den Gletscher anschauen wollte. Im allerletzten Tageslicht (oder besser, in der Dämmerung) schaffe ich es vor dem angekündigten Regen noch an seinen Fuß und… Weiterlesen

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Haast-Paß

Von Wanaka an die Westküste geht es über den Haast-Paß. Eigentlich soll die Fahrt nur ca. 2-2,5h dauern, aber da so viele nette kleine Sehenswürdigkeiten nah bei der Straße liegen, daß es dafür sogar eine eigene Broschüre gibt, habe ich insgesamt dann doch fast 4,5h gebraucht – fototgrafieren braucht auch Zeit! Thema dieser Tour war ganz eindeutig Wasser – fallendes, fließendes, Wasser und die Spuren, die es hinterlässt. So mache ich also die ersten Kilometer regelmäßig halt, um die Aussicht auf den See und die Berge festzuhalten, und danach, um einen weiteren der kleinen markierten Rundwege zu gehen. So wird die Fahrt zwar lang, aber kurzweilig, und ich darf mich… Weiterlesen

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Wanaka

Wanaka, Landstraße, später Abend. Ich sitze auf dem Rücksitz eines Trucks, vor mir zwei bewaffnete Männer. Ok, genau genommen ist nur einer bewaffnet, und das auch nicht im Moment, denn die beiden Gewehre liegen irgendwo hinter mir im Kofferraum. Ich bin auf dem Weg zur Kaninchenjagd, mit R., dem Bekannten eines Bekannten und L., seinem Fahrer. Meine Aufgabe wird es sein, die Tore zu öffnen und zu schließen, die die verschiedenen Weiden der Farm voneinander trennen, auf der die beiden die Kaninchenplage bekämpfen. Neuseeland hat sich früh von Gondwana getrennt, darum gibt es keine einheimischen Landsäugetiere. Viele der von den Einwanderern mitgebrachten haben sich schnell zu Plagen entwickelt, die die… Weiterlesen

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Lake Tekapo und Aoraki/Mt. Cook NP

Nach dem Abstecher von Christchurch nach Akaroa bin ich einen langen Tag lang landeinwärts gefahren, bis zum Lake Tekapo, der berühmt ist für seine klaren Nächte und Sternenhimmel. Der Nachthimmel war beeindruckend, der See ohne Sterne aber auch! Auf dem Campground habe ich zwei Schweizer getroffen, und gemeinsam sind wir am nächsten Tag in Richtung Aoraki National Park gefahren, um am Fuß des Mount Cook eine kleine Runde zu drehen. Die Runde war trotz Nieselregen toll, mit heftigen Winden und tollem Licht, nur vom Berg haben wir nicht viel gesehen. Eindrucksvoll war es dennoch, das große Tal, der unregulierte Flusslauf, die Windböen, die uns zum Hinknien gezwungen haben – oder… Weiterlesen