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Bangkok by Bike

Gestern habe ich mich dazu hinreißen lassen, eine geführte Radtour zu machen. Geführt, da der Veranstalter versprach, auch durch „Communities“, d.h. Nachbarschaften zu fahren, in die man allein nie reingehen würde. Das würde ich so nicht unterschreiben (ich scheine da eine andere Hemmschwelle zu haben als andere), aber da ich der einzige Teilnehmer war und damit praktisch 4 h lang meine private Stadt-Tour bekam, hat sich’s doch gelohnt.
Game, mein Guide (wie ist die weibliche Form von Guide?!) hat uns in Gemütsruhe ca. 15 km durch verwinkelte Gässchen, über 8-spurige Stadtstraßen, durch Baustellen und über den Fluß geführt und sich dabei von mir Löcher in den Bauch fragen lassen.
Über die Stadt und ihre Geschichte. Über die Auswirkgunen von Hochwasser auf die Siedlungen, die zum Großteil auf Stelzen im Ufersumpf des Chao Praya stehen und jedes Jahr überflutet werden. Über die Hintergünde des Tempelbaus (da haben wir einen kleinen, halbverfallenen in einer der Communities besucht), thailändische Spielarten des (Aber-) Glaubens und seiner Rituale. Über das Bildungssystem, die aktuelle Bedeutung der Monarchie und die Nutzung der urbanen Freiräume in Bangkok. Sie hat sich wacker geschlagen!
Alles in allem ein gelungener Vormittag – und nachdem ich das mit dem Linksverkehr jetzt wieder drin hab, kann ich mir auch nochmal ein Rad leihen und mich auf eigene Faust in’s Getümmel stürzen!

3 Kommentare

  1. Anne

    Tja, dann tritt mal in die Pedale – wie ich schon ahnte: durch dick und dünn und rein in jede Gasse… Lässt du dir da gerade eine Mahzlzeit zubereiten? Mit geriebener Kokusnuss? Kannst du europäischer Magen denn so ohne weiteres die einheimischen Spezialitäten vom Straßenrandverkauf essen (rein physisch, mein ich jetzt mal, von wegen Magen-Darm … was gegrillte und kandierte Skorpione psychisch anrichten, will ich lieber gar nicht wissen… oder sind die eher salzig-pikant?)Und wettermäßig: Ist die Luftfeuchtigkeit hoch, d.h. wie heiß fühlt sich dein Tag so an – offenbar ist körperliche Bewegung ja schon wieder drin? Super, dass du uns so viele Bilder lieferst!!
    Liebe Grüße, Anne und Max (Was heißt „Grüße“ denn auf… äh… in Bankok?)

    • doho

      Also, was besseres als Kokusnuss kann ich mir kaum vorstellen, die wird ja frisch geöffnet und zubereitet. Leitungswasser, Eis(-würfel) und rohes Gemüse sind viel riskanter. Aber ehrlich gesagt, nach 10 Tagen ohne frisches Grün seh ich das nicht mehr ganz so eng – und ich hab Tabletten dabei.
      Heiß – ja, doch; schwül auch, ja. Gefühlt kA, heißer als bei uns im Sommer – obwohl meist ein kleines Lüftchen geht, v.a. in der Nähe des Wassers. Bewegung geht, Geschwindigkeitsrekorde stell ich aber keine auf! Und ich brauche viel mehr zu trinken. Überraschung 😉 Dafür erfahre ich mal ganz unmittelbar, wozu der Mensch so hübsch gleichmäßig verteilte Schweißdrüsen hat – Rundumkühlung! Prima Sache das, v.a. wenn man eine gute Dusche im Hostel hat.

      • Anne

        Tabletten gegen Magen-Darm? Zwei meiner Profs schworen – aus medizinischen Gründen – bei einer Nepal-Exkursion auf ein Schnapsglässchen voll Hochprozentigem nach jedem Essen – soll ganz gut geholfen haben… Vielleicht solltest du das als Alleinreisende aber lieber nicht ausprobieren.

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