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Thonburi

Hurrah, ich habe sie gefunden!
Eine Gegend, in der Menschen wohnen, wo man an den Straßen entlang und auf die andere Seite laufen kann, wo es normale Läden und Werkstätten und Hinterhöfe und sogar kleine Gärten oder zumindest Topf-Pflanzen gibt. Der Bezirk heißt Thonburi, liegt direkt hinter Wat Arun auf der westlichen Seite des Chao Praya und ist als Siedlungsgebiet älter als Bangkok, das von hier aus besiedelt wurde. In den letzten Jahren entwickelt sich Thonburi allerdings langsamer als Bangkok auf dem gegenüberliegenden Ufer, darum gibt es noch – s.o… Obwohl man auch „drüben“ die kleinen Nebenstraßen findet, hier sind es einfach mehr und sie hängen stärker zusammen.
Nicht zuletzt werden in Thonburi auch die Klongs noch genutzt. Klongs sind die Kanäle, die überall durch die Stadt verlaufen und die die ursprünglichen Hauptverkehrsadern im sumpfigen Flußgebiet waren. Auch auf der östlichen Seite gibt es sie und sie werden auch heute noch vor allem zur Hauptverkerszeit gern genutzt, wenn die regelmäßig verkehrenden Linien-Boote deutlich schneller voran kommen als die Taxen, Busse und PKW, die gemeinsam im Stau stehen.
Früher war die Hauptfassade der Häuser zur Klong-Seite hin orientiert und jedes Haus und jeder Tempel hatte seinen eigenen Bootsanleger. Bei einer Fahrt auf den Kanälen kann man an den älteren Gebäuden z.T. noch prächtige Fassaden sehen. Inzwischen werden die Klongs zunehmend verfüllt bzw. von Straßen überbaut und gehen damit sowohl als Verkehrssystem als auch als wasserorientierter Aufenthaltsraum verloren – schade.

2 Kommentare

    • doho

      Tatsächlich haben die Franzosen (?) Bangkok „das Venedig Südostasiens“ genannt! Mücken – öhm, ja. Gut einschmieren (was ich hasse, es stinkt nämlich) – und immer hübsch in Bewegung bleiben!

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